Nietzsche - Werke, Band 6 - Der Fall Wagner. Götzen-...

Artikel-Nr.: nietzsche-6
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Friedrich Nietzsche, Giorgio Colli (Hrsg.)

Der Fall Wagner. Götzen-Dämmerung. Der Antichrist. Ecce homo. Dionysos-Dithyramben. Nietzsche contra Wagner

Kritische Studienausgabe, Band 6

dtv Sachbuch, Paperback, 464 Seiten, ISBN 978-3-423-30156-5

Band 6 der Kritischen Studienausgabe enthält folgende, von Nietzsche selbst herausgegebene Werke: ›Der Fall Wagner. Ein Musikanten-Problem‹ (1888), ›Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert‹ (1889). Der Band enthält außerdem die nachgelassenen Schriften, die Nietzsche zwischen August 1888 und Anfang Januar 1889 verfasste. Die Schriften, deren Publikation Nietzsche nachweislich bis zum 2. Januar 1889 beabsichtigte, sind (in der Reihenfolge ihrer Entstehung): Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum‹; ›Ecce homo. Wie man wird, was man ist‹; ›Dionysos-Dithyramben‹. Auf die Veröffentlichung der kleinen Schrift ›Nietzsche contra Wagner. Aktenstücke eines Psychologen‹ verzichtete Nietzsche am 2. Januar 1889; sie erscheint deshalb als letzte in dieser Reihe, und zwar in der Fassung, die er bis dahin genehmigt hatte.

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"– Hat man mich verstanden? – Dionysos gegen den Gekreuzigten..." (Friedrich Nietzsche)

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Der Fall Wagner. Ein Musikanten-Problem.

  • Vorwort.
  • Der Fall Wagner. Turiner Brief vom Mai 1888.
  • Nachschrift.
  • Zweite Nachschrift.
  • Epilog.

Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophirt.

  • Vorwort.
  • Sprüche und Pfeile.
  • Das Problem des Sokrates.
  • Die "Vernunft" in der Philosophie.
  • Wie die "wahre Welt" endlich zur Fabel wurde. Geschichte eines Irrthums.
  • Moral als Widernatur.
  • Die vier grossen Irrthümer.
  • Die "Verbesserer" der Menschheit.
  • Was den Deutschen abgeht.
  • Streifzüge eines Unzeitgemässen.
  • Was ich den Alten verdanke.
  • Der Hammer redet.

Der Antichrist. Fluch auf das Christenthum.

  • Vorwort.
  • Gesetz wider das Christenthum.

Ecce homo. Wie man wird, was man ist.

  • Vorwort.
  • Warum ich so weise bin.
  • Warum ich so klug bin.
  • Warum ich so gute Bücher schreibe.
    • Die Geburt der Tragödie.
    • Die Unzeitgemässen.
    • Menschliches, Allzumenschliches. Mit zwei Fortsetzungen.
    • Morgenröthe. Gedanken über die Moral als Vorurtheil.
    • Die fröhliche Wissenschaft. ("la gaya scienza")
    • Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen.
    • Jenseits von Gut und Böse. Vorspiel einer Philosophie der Zukunft.
    • Genealogie der Moral. Eine Streitschrift.
    • Götzen-Dämmerung. Wie man mit dem Hammer philosophirt.
    • Der Fall Wagner. Ein Musikanten-Problem.
  • Warum ich ein Schicksal bin.

Dionysos-Dithyramben.

  • Nur Narr! Nur Dichter!
  • Unter Töchtern der Wüste.
  • Letzter Wille.
  • Zwischen Raubvögeln.
  • Das Feuerzeichen.
  • Die Sonne sinkt.
  • Klage der Ariadne.
  • Ruhm und Ewigkeit.
  • Von der Armut der Reichsten.

 

"Die stillsten Worte sind es, welche den Sturm bringen.
Gedanken, die mit Taubenfüssen kommen, lenken die Welt.
" (Friedrich Nietzsche. Also sprach Zarathustra. II. Die stillste Stunde.)

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Leseprobe

— Hiermit bin ich am Schluss und spreche mein Urtheil. Ich verurtheile das Christenthum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je ein Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Corruptionen, sie hat den Willen zur letzten auch nur möglichen Corruption gehabt. Die christliche Kirche liess Nichts mit ihrer Verderbniss unberührt, sie hat aus jedem Werth einen Unwerth, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht. Man wage es noch, mir von ihren „humanitären“ Segnungen zu reden! Irgend einen Nothstand abschaffen gieng wider ihre tiefste Nützlichkeit, — sie lebte von Nothständen, sie schuf Nothstände, um sich zu verewigen… Der Wurm der Sünde zum Beispiel: mit diesem Nothstande hat erst die Kirche die Menschheit bereichert! — Die „Gleichheit der Seelen vor Gott“, diese Falschheit, dieser Vorwand für die rancunes aller Niedriggesinnten, dieser Sprengstoff von Begriff, der endlich Revolution, moderne Idee und Niedergangs-Princip der ganzen Gesellschafts-Ordnung geworden ist — ist christlicher Dynamit… „Humanitäre“ Segnungen des Christenthums! Aus der humanitas einen Selbst-Widerspruch, eine Kunst der Selbstschändung, einen Willen zur Lüge um jeden Preis, einen Widerwillen, eine Verachtung aller guten und rechtschaffnen Instinkte herauszuzüchten! — Das wären mir Segnungen des Christenthums! — Der Parasitismus als einzige Praxis der Kirche; mit ihrem Bleichsuchts-, ihrem „Heiligkeits“-Ideale jedes Blut, jede Liebe, jede Hoffnung zum Leben austrinkend; das Jenseits als Wille zur Verneinung jeder Realität; das Kreuz als Erkennungszeichen für die unterirdischste Verschwörung, die es je gegeben hat, — gegen Gesundheit, Schönheit, Wohlgerathenheit, Tapferkeit, Geist, Güte der Seele, gegen das Leben selbst

Diese ewige Anklage des Christenthums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände giebt, — ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen… Ich heisse das Christenthum den Einen grossen Fluch, die Eine grosse innerlichste Verdorbenheit, den Einen grossen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, — ich heisse es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit…

Und man rechnet die Zeit nach dem dies nefastus, mit dem dies Verhängniss anhob, — nach dem ersten Tag des Christenthums! — Warum nicht lieber nach seinem letzten? — Nach Heute? — Umwerthung aller Werthe!…

Friedrich Nietzsche. Der Antichrist. 62.

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