Der Schamanensand vom Regenstein


Der Schamanensand vom Regenstein

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Historischer Roman

Der Schamanensand vom Regenstein

Die Sachsenkriege und das Leben König Heinrichs IV. († 1106) – Teil 1

Regina Oversberg

404 Seiten. ISBN 9783943519419 (E-Book ISBN 9783943519426)

Der Harz ist im Jahr 1056 noch von uralten, dunklen Wäldern bedeckt, die so manches Geheimnis bergen, denn im Schutz dieser Wälder beten die Sachsen an ihren alten Kultplätzen immer noch ihre Götter Krodo und Biel an. Bären, Wölfe und große Hirschrudel finden hier einen üppigen Lebensraum und im Inneren der Berge warten wertvolle Erze darauf, gehoben zu werden. Die Wälder sind ebenso Zufluchtsort für Gesetzlose und Gebannte wie Schatztruhe und Jagdrevier der deutschen Kaiser, die in ihren Jagdpfalzen Erholung und Ruhe suchen. Hier schwören zwei sechsjährige Jungen einander ewige Freundschaft, Heinrich, der Thronfolger Heinrichs III. und Otto, der illegitime Sohn des Burgwarts. Doch schon kurz darauf trennen sich ihre Wege wieder, denn Heinrich ist durch den plötzlichen Tod seines Vaters in der Pfalz Bodfeld König geworden. Und schnell beginnt sich erster Widerstand unter den sächsischen Edlen zu regen, ein tödlicher Widerstand!

Beginnend mit einem Prolog über die Christianisierung des letzten Dorfes der Harzer Sachsen im Jahr 785 erzählt das Buch vom dauernden Kampf der Sachsen gegen die Obrigkeiten Kirche und Kaiser. Selbst im Jahr 1048 sind die Harzer Sachsen nicht bereit, ihre alte Religion endgültig abzulegen. Es ist die Zeit Heinrichs III., der sich mehrfach im Harz in seiner Lieblingspfalz Bodfeld aufhält. Als er dort 1056 überraschend stirbt, wird sein sechsjähriger Sohn Heinrich König des Deutschen Reiches. Das vereitelte Mordkomplott an dem jungen König im Selketal, seine Entführung bei Kaiserwerth, die Flucht von der Harzburg durch den Harzer Urwald sowie die Sachsenkriege sind Schlüsselpunkte des historischen Romans, dessen vorliegender, erster Teil mit Heinrichs Gang nach Canossa abschließt. Mit den Protagonisten lernt der Leser die Kaiserpfalz von Goslar, den Dom von Halberstadt mit seinem Bischof Burchard II., den Stift von Quedlinburg mit seiner Äbtissin Beatrix und viele andere historische Orte, Ereignisse und Personen kennen. 22 teilweise farbige Abbildungen ergänzen den Text. „Der Schamanensand vom Regenstein“ von Regina Oversberg ist präzise recherchiert und hervorragend geschrieben. Historische Fakten werden ebenso authentisch in die Geschichte eingeflochten und gekonnt mit den Charakteren verknüpft wie Sagen aus dem Harzer Raum, die mit ihrem wahren Kern die Ereignisse der damaligen Zeit abbilden. Die Fragen jener Zeit sind auch heute noch für die Geschichte der Deutschen bedeutsam, doch vielfach vergessen…

Leseprobe

Prolog - 785 n. Chr.

Der sandige Boden unter ihren Füßen sorgte für einen recht beschwerlichen Marsch, aber Missionar Liudger und Bruder Hanno hatten zu lange auf diesen Tag warten müssen, um jetzt darüber zu lamentieren. Viel Überzeugungskraft war notwendig gewesen, um auch die letzten sächsischen Heiden taufen und damit zu frommen Christen bekehren zu können. Nun war es endlich soweit! Das letzte Dorf am Fuße des Harzes sollte dem Glauben an den einzigen und wahren Gott zugeführt werden. Durch seine Boten hatte der Missionar die Dorfbewohner auf sein Kommen vorbereitet und damit gleichzeitig verkünden lassen, dass er ihre Häuser anzünden werde, falls sie sich wieder der Taufe durch Flucht in den Harzwald entziehen wollten. Anspannung und Vorfreude ließen ihn kaum die Mühsal des Weges spüren, als er auf der alten Handelsstraße durch den Kiefernwald am Fuße der Sandsteinfelsen mit seinen Helfern schritt. Plötzlich öffnete sich der Weg zu einer Waldlichtung. Vor ihnen lag der Regenstein, eine auf den steilen Sandsteinklippen errichtete Grenzbefestigung der sächsischen Edlen, die hier seit fast 200 Jahren ins Umland schaute. Aber am Fuße der Burg, etwas östlich von ihnen, befand sich eine in den Sandstein gehauene, kuppelförmige große Höhle. Dieser Ort entlockte Liudger stets ein unweigerliches Grinsen, denn noch vor drei Jahren, bis zum endgültigen Verbot durch Kaiser Karl den Großen, war hier der Thingplatz der Sachsen der näheren Umgebung gewesen. Damit war es nun, wie mit vielen anderen heidnischen Bräuchen, für immer vorbei. Liudger blieb stehen, um die Atmosphäre des Platzes auf sich wirken zu lassen, doch im selben Moment fühlte er sich beobachtet. Der Missionar sah sich behutsam um. Nein, das war wohl doch kein guter Platz für ihn! Auch seine Männer, alles erfahrene Soldaten des Kaisers, sahen sich fragend um und drängten zum Weitergehen. Doch plötzlich ertönte aus der unzugänglichen Höhe des Regensteins ein heidnisches Horn und eine düstere Stimme rief ihnen zu: „Fürchte dich, Priester. Krodo lebt weiter in unseren Herzen!“ Wieder erschallte der dumpfe Ton des Horns. Dabei hatten die Männer die klamme Empfindung, dass der Fels selbst mit ihnen sprechen würde. Schließlich kehrte die Stille wieder in die Landschaft zurück. Liudgers Vorfreude auf diesen Tag hatte sich schlagartig in Furcht gewandelt, eine nicht unbegründete Furcht, denn viele christliche Religionsprediger und Mönche hatten ihre Bekehrungsversuche hier am Nordrand des Harzes mit dem Leben bezahlt. …

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